NDR - Kultur Huschkes kleine Nachtmusik Folge 14 Frl. Elster
11.11.2007 21:55 Uhr Abgelegt in Kategorie:
Nachtmusik
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NDR - Kultur Huschkes kleine Nachtmusik Folge 14 Frl.
Elster
Vor langer Zeit lebte auf Sylt ein Vogel namens Frl. Elster.
Glücklich und zufrieden wuchs sie im reich geschmückten Elternnest, (was voller schöner Dinge war die Vater und Mutter Elster im Laufe der Jahre stibitzt hatten) zu einer recht hübschen Elster heran und lernte beim spielen die Tiere des Waldes und des Feldes kennen.
Vor langer Zeit lebte auf Sylt ein Vogel namens Frl. Elster.
Glücklich und zufrieden wuchs sie im reich geschmückten Elternnest, (was voller schöner Dinge war die Vater und Mutter Elster im Laufe der Jahre stibitzt hatten) zu einer recht hübschen Elster heran und lernte beim spielen die Tiere des Waldes und des Feldes kennen.
Sie sah die Fähigkeiten und die Stärken der anderen Tiere und fing an sie darum zu beneiden.
So konnte sie rein gar nicht glücklich sein, als ein lediger Herr Elster um sie warb, hatte er doch weder den Scharfblick und Stolz von König Adler, geschweige denn die Schläue von einem Herrn Fuchs.
Herr Elster wurde darüber ganz traurig und übte zuhause stundenlang eine stolzere Haltung vor dem Spiegel, ja schlich sogar in der Art eines Fuchses durch den Wald. Die anderen Tiere lachten ihn schallend aus, so dass er noch trauriger wurde.
Frl. Elster blieben die Bemühungen natürlich nicht verborgen und sie mied fortan seine Nähe. Herr Elster - derweil ganz krank vor Elsterkummer - war untröstlich.
Wie er so mit hängenden Flügeln am Boden saß wurde er ein leichtes Fressen für Herrn Fuchs.
Schnapp! – ein klägliches krächz – und weg war er.
Frl. Elster buhlte unterdessen über den Wipfeln der Bäume um die Gunst von König Adler. Sie kokettierte hin und her und scharwenzelte so arg, dass König Adler vor Lachen einige irritierte Kreise zog und fast abgestürzt wäre, als er es gewahr wurde. Frl. Elster war ganz stolz darauf, seine Aufmerksamkeit ergattert zu haben, gar dass sich der König der Lüfte für sie in die Tiefe stürzte. Plotschkrwzkeimrhm schmatz, -
da schwebten nur noch ein paar Federn dem Waldboden entgegen.
Und die Moral von der Geschicht´:
Will niemals sein ein Andrer! Nicht?!
Und
Wer sich für Dich in die Tiefe stürzt muss nicht zwangsläufig Dein Freund sein.
(Text & Fotos © 2007 Wolfram Huschke)